Was kann mir wegen einer Bestellung von Drogen im Darknet passieren?

Drogenbestellung im Darknet

Die Bestellung von Drogen über das Darknet hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Diese Form des Handels ist als neue Variante neben die persönliche Übergabe getreten. Die Ermittlungsbehörden verfolgen zunehmend auch diese neue Handelsform.

In diesem Artikel möchte ich auf folgende Fragen eingehen:




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Wie wurde die Polizei auf eine Bestellung von Drogen im Darknet aufmerksam?

13.10.2021

Die Strafverfolgungsbehörden haben selbstverständlich den Wandel der Form des Handels mit Betäubungsmitteln ebenfalls beobachtet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kann die Polizei inzwischen vermehrt Ermittlungserfolge vorweisen. Zunächst gelang es ihr in mehreren Verfahren, auf Handelsplattformen im Darknet einzudringen, die Betreiber festzunehmen und dabei auch große Mengen an Kundendaten zu beschlagnahmen.

Inzwischen ist eine gewisse Abwanderung des Handels vom Darknet in Messengerdienste wie Telegram zu verzeichnen. Sie haben zudem den Vorteil, dass bei ihnen – im Gegensatz zum Darknet – keine größeren technischen Kenntnisse erforderlich sind, was den Händlern neue Käuferschichten erschließen kann.



Ist eine im Darknet beschlagnahmte Kundenliste ein Beweis?

13.10.2021

Die Rechtsprechung sieht im Eintrag des Namens einer Person in einer Darknet-Kundenliste allein kein ausreichendes Indiz für eine Verurteilung wegen illegalen Drogen-Erwerbs. Hinzukommen müssen weitere Beweise. Das kann allerdings schon der Nachweis einer mehrfachen Bestellung beim selben Händler sein. Denn wer wird bei ihm schon mehrfach Drogen bestellen, wenn er frühere Lieferungen nicht erhalten hat?



Womit muss ich rechnen, wenn die Polizei von meinen Drogen-Bestellung erfahren hat?

13.10.2021

Besteller von Drogen müssen mit einem Ermittlungsverfahren rechnen. Denkbar ist eine Hausdurchsuchung durch die Polizei. In den meisten Fällen wird aber eher eine Vorladung erfolgen oder die Zusendung eines Anhörungsbogens. Das hängt nicht zuletzt von der tatsächlichen oder vermeintlichen Menge an Betäubungsmitteln ab, die laut den beschlagnahmten Daten bestellt wurden. Waren diese besonders hoch ist auch eine Überwachung der Telekommunikation (TKÜ) durch die Polizei nicht auszuschließen.

Selbstverständlich kommt es nicht zuletzt darauf, wie sich die Person verhält, bei dem das Telefon oder Laptop beschlagnahmt wurde. Sagt derjenige gegen Sie aus, um seine eigene Haut zu retten, dann wird eine Verurteilung immer wahrscheinlicher. Man muss bedenken, dass dem Händler häufig eine viel höhere Strafe droht als dem Konsumenten, was die Motivation zu einer belastenden Aussage steigern kann.

Sofern die Beweismittel den Ermittlungsbehörden als unzureichend erscheinen, werden sie eine Hausdurchsuchung durchführen. Sollten dabei Drogen oder andere belastende Indizien gefunden werden, dann ist eine Verurteilung sehr wahrscheinlich.

Aber auch in diesem Fall besteht noch Hoffnung – zumindest auf eine geringe Strafe. Für den weiteren Fortgang des Strafverfahrens kommt es auch darauf an, welche Drogen gefunden wurde und in welcher Menge. Zudem ist von Bedeutung, ob Sie Ersttäter sind oder schon mehrfach einschlägig vorbestraft.

Das Betäubungsmittelgesetz sieht in den Fällen, um die es hier geht, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Dabei kommt es immer auf die Schwere der Schuld im Einzelfall an.

Nähere Details dazu finden Sie im Artikel: „Welche Strafe droht bei Verstoß gegen § 29 BtMG?“



BtmG-Anwalt in Bonn - Dr. Matthias Brauer

Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich erfahren habe, dass mich die Polizei wegen der Bestellung von Drogen im Visier hat?

13.10.2021

Zunächst gilt aus anwaltlicher Sicht die goldene Regel: Schweigen Sie! Gehen Sie nicht zur Vernehmung als Beschuldigter. In diesem frühen Stadium werden oft Fehler gemacht, weil sich Betroffene von einer Aussage einen Vorteil erhoffen. Das ist aber in den meisten Fällen eine Illusion. Vielmehr besteht die Gefahr, dass Sie sich selbst weiter belasten und die Polizei Tatsachen erfährt, von denen sie bisher gar nichts wusste.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel: „Wie reagiere ich auf eine Vorladung durch die Polizei als Beschuldigter wegen BtMG § 29?“

Falls eine Hausdurchsuchung erfolgt: Bewahren Sie trotz der Stresssituation Ruhe! Behindern Sie die Polizei nicht, aber machen Sie auch in diesem Fall von Ihrem Schweigerecht Gebrauch.

Weitere Informationen zum richtigen Verhalten finden Sie im Artikel: „Was tun bei einer Hausdurchsuchung wegen Drogen?“

Als Beschuldigter weiß man in dieser Situation nicht über welche Beweismittel die Polizei verfügt. Das gelingt nur mit der Einsicht in die Ermittlungsakte, die nur ein Anwalt vornehmen kann.

Erst wenn feststeht, ob es nur das Auftauchen des Namens in einer Kundenliste einer Darknet-Plattform ist, kann eine sinnvolle Verteidigungsstrategie entwickelt werden. Im besten Fall gelingt sogar die Einstellung des Verfahrens.

Deshalb ist es auch beim einfachen Erwerb von Betäubungsmitteln über das Darknet immer sinnvoll, einen Strafverteidiger einzuschalten. Nur er kann aufgrund seiner Erfahrung überblicken, welche Strafe Ihnen wirklich droht.

Als Fachanwalt für Strafrecht kann ich inzwischen auf unzählige BtMG- und Darknet-Verfahren zurückblicken. Dadurch kenne ich das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden bei Drogendelikten sehr genau und verfüge über die technischen Kenntnisse, um Ihnen kompetent zu helfen.

Ich stehe Ihnen bundesweit als Anwalt für BtMG-Verfahren zur Verfügung. Nehmen sie einfach über das Kontaktformular oder die angegebene Telefonnummer, gern auch über WhatsApp, Kontakt mit mir auf.



Dr. Matthias Brauer LL.M - Ihr Fachanwalt für Strafrecht mit Schwerpunkt auf BtM-Delikten


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Dr. Matthias Brauer LL.M.
Was kann mir wegen einer Bestellung von Drogen im Darknet passieren? Zuletzt aktualisiert: 13.10.2021 von Dr. Matthias Brauer LL.M

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