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KAMAGRA (Potenzmittel): Diese Strafe droht nach dem Arzneimittelgesetz

Kamarga (Potenzmittel) bestellt: Diese Strafe droht nach dem Arzneimittelgesetz

Potenzmittel aus dem Internet illegal? Ein Überblick zu KAMAGRA:

KAMAGRA ist ein Potenzmittel aus Indien, dass ähnlich wirkt wie Viagra und häufig im Internet angeboten wird.

Der Viagra-Ersatz hat jedoch in Deutschland keine Zulassung. Bei einer Bestellung oder der Einfuhr aus dem Ausland droht eine Strafanzeige nach dem Arzneimittelgesetz.

Betroffene eines Strafverfahrens sollten keine Angaben zur Sache machen und am besten sofort einen erfahrenen Anwalt für Strafrecht kontaktieren.



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Lässt bei Männern die Potenz nach, ist der Frust oft groß. Doch verständlicherweise weniger groß ist das Verlangen, darüber viele Worte zu verlieren. Herkömmliche Potenzmittel wie etwa Viagra sind jedoch nur auf Rezept erhältlich, weswegen man um den Gang zu Arzt und Apotheke oft nicht herumkommt.

Praktischerweise existieren immer mehr Ausweichmöglichkeiten. Insbesondere das indische Potenzmittel KAMAGRA ist leicht und diskret über das Internet bestellbar. Aber Vorsicht: Hier drohen strafrechtliche Konsequenzen.




Was ist KAMAGRA und aus welchen Inhaltsstoffen besteht es?

KAMAGRA ist ein Arzneimittel, welches gegen Potenzstörungen (auch: erektile Dysfunktion) eingesetzt wird. KAMAGRA stammt aus Indien und wird etwa in Form von festen Tabletten oder Kautabletten angeboten. Mittlerweile sogar in Form essbaren Gels mit Fruchtgeschmack („Oral Jelly“).

Das Arzneimittel ist besteht aus dem PDE-5-Hemmers Sildenafil-Citrat. Dieser Wirkstoff ist auch in Viagra enthalten. Er unterliegt in Indien allerdings keinem Patentschutz, weswegen indische Anbieter mittlerweile KAMAGRA als eine Art Generikum vertreiben – auch nach Deutschland und Europa.




Wie wirkt KAMAGRA und welche Nebenwirkungen können auftreten?

Das in KAMAGRA enthaltene Preparat Sildenafil-Citrat ist ein sogenannter PDE-5-Hemmer. Dieser Wirkstoff hemmt gewisse Enzyme, wodurch es zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Penis kommt. Durch diese Gefäßerweiterung wird ein verbesserter Blutzufluss in die Schwellkörper ermöglicht, wodurch es wieder zu einer stabilen Erektion des Gliedes kommen kann.

Ausländische Arzneimittel ohne Zulassung unterliegen logischerweise keiner dichten und zureichenden Kontrolle. So bleibt die tatsächliche Zusammensetzung dieser Präparate oft ungewiss, wodurch häufige Nebenwirkungen auftreten können. In Verbindung mit den in KAMAGRA enthaltenen Wirkstoffen sind viele verschiedene Nebenwirkungen bekannt. Von eher leichten Nebenwirkungen wie Husten, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Hitzewallungen und Tinnitus oder in schlimmen Fällen gar Herzinfarkten setzen sich Anwender also einem unüberschaubaren Risiko aus. Dies, zumal KAMAGRA zumeist sehr stark dosiert ist.




KAMAGRA als Arzneimittel: Das ist die Rechtslage

Um es kurz zu machen: KAMAGRA hat in Deutschland keine Zulassung. Mithin handelt es sich um nicht zugelassene Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes.

Gemäß § 73 Absatz 1 des Arzneimittelgesetzes (AMG) unterliegt KAMAGRA also einem „Verbringungsverbot“. Es ist also in jeder Form in Deutschland verboten.

Ob Sie KAMAGRA nun online bestellen oder aus dem Urlaub mitbringen, ist dabei egal. Unerheblich ist auch, ob Sie jemals in den Besitz des Mittels gelangt sind oder wofür Sie es verwenden wollten. Auch wenn ihr Päckchen vom Zoll abgefangen wurde, so haben sich Käufer bzw. Besteller bereits strafbar gemacht. Maßgeblich ist allein, ob der Bestimmungsort – meist die eigene Wohnanschrift - in Deutschland liegt.

Ausführlicher Artikel zum Thema:
Viagra im Internet bestellt - ist das illegal?




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Welche Strafen drohen bei Bestellung oder Einfuhr von KAMAGRA?

Das Verbringen nach Deutschland von nicht zugelassenen Arzneimitteln ist eine Straftat. Wie bei Betäubungsmitteln bzw. Drogen können also auch hier Strafen drohen. Möglich sind neben Geld- und Freiheitsstrafen auch hohe Bußgelder.

Allein die illegale Einfuhr – etwa auch der Bezug durch Online-Bestellung – wird gemäß § 94 Absatz 1 Nr. 4 AMG mit Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft.

Darüber hinaus kann das Verbringen von KAMAGRA in das Bundesgebiet gemäß § 97 Absatz 2 Nr. 8, Absatz 3 AMG als Ordnungswidrigkeit bestraft und mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro belegt werden.

Problematisch wird es, wenn Besteller in den Verdacht geraten, selbst mit KAMAGRA zu handeln. Hier drohen dann gemäß § 95 Absatz 1 Nr. 3a AMG neben Geldstrafen bereits eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Ein solcher Verdacht kommt bei Ermittlern etwa dann auf, wenn größere Mengen bestellt werden oder Bestellungen in sehr kurz aufeinanderfolgenden Zeiträumen erfolgen, die einen reinen Eigenverbrauch nicht mehr nachvollziehbar erscheinen lassen.




Verstoß gegen Arzneimittelgesetz mit KAMAGRA: Brauche ich einen Anwalt?

Nicht selten greifen Kunden auf KAMAGRA zurück, um bei der Beschaffung von Potenzmitteln möglichst diskret vorzugehen und ein unangenehmes Arztgespräch aus Scham zu vermeiden. Umso bitterer ist es natürlich, wenn man(n) deswegen nun ein Strafverfahren samt möglicher öffentlicher Hauptverhandlung am Hals hat.

Daher sollten Sie unter keinen Umständen eine Aussage tätigen, sondern bereits bei Bekanntwerden eines Ermittlungsverfahrens sofort einen erfahrenen Anwalt für Strafrecht mit Expertise im Arzneimittelgesetz kontaktieren. Dieser wird die Kommunikation mit den Behörden übernehmen, Akteneinsicht beantragen und alles Nötige dafür tun, damit das Strafverfahren eine vorzeitige Einstellung findet.

Haben Sie eine Anzeige wegen KAMAGRA erhalten? Dr. Brauer Rechtsanwälte helfen Ihnen bundesweit, schnell und diskret.

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Über den Autor
Dr. Matthias Brauer LL.M.

Rechtsanwalt und Fachanwalt Dr. Matthias Brauer ist Kanzleiinhaber und verfügt vor allem im Strafrecht und Verkehrsrecht über eine große Praxiserfahrung.

Standorte der Kanzlei Dr. Brauer Rechtsanwälte sind in Bonn, Frankfurt am Main, Dresden, Hamburg und Berlin. Von dort aus vertreten die Anwälte und Strafverteidiger Mandanten aus und in ganz Deutschland.

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KAMAGRA (Potenzmittel): Diese Strafe droht nach dem Arzneimittelgesetz Zuletzt aktualisiert: 19.02.2024 von Dr. Matthias Brauer LL.M

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